Cap d’Erquy – Wanderung auf dem Zöllnerpfad GR 34

Das Cap d’Erquy, im Départements Côtes-d’Armor, lässt sich am besten auf einer Wanderung auf dem Zöllnerpfad GR34 entdecken. Das Cap begrenzt die Bucht von Saint Brieuc nach Norden. Die wunderschöne Landschaft wird durch Heidekraut, mannshohe Farne, Stechginster und rosa Sandsteinfelsen geprägt. Im Touristik Büro in Erquy bekommst du eine kostenlose detaillierte Karte, auf der Wanderungen unterschiedlicher Länge und Anspruch verzeichnet sind. Diese Karten stehen auch an den Parkplätzen zur Verfügung.

Cap d'Erquy

Wir haben uns für den gelben Weg entschieden, den Circuit Les Plages Sauvages von rund 7,6 Kilometern Länge. Wir parken das Auto auf dem Parkplatz Aire du Cap und wenden uns nach links. Die Wege sind sehr gut beschildert und nach etwa zehn Minuten passieren wir den Schlagbaum, der das Naturschutzgebiet für Autos sperrt. Wenige Meter später weisen uns Schilder den Weg nach links.

Cap d'Erquy

Les Lacs Bleus

Unser erstes Ziel sind die blauen Seen, Les Lacs Bleus. Die Seen entstanden durch den Abbau des rosa Sandstein zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Keine 10 Minuten später überqueren wir eine kleine Straße, die Rue du Four À Boulets. Und dann bietet sich uns ein grandiose Ausblick auf das Meer und das Städtchen Erquy…

Cap d'Erquy

Eine gesicherte Treppe hinab und schon bald erreichen wir den ersten der Seen. Der blitzblaue Himmel spiegelt sich im Wasser und gibt den Seen ihren Namen. Sehr schön sind die bräunlichen Streifen aus rosa Sandstein an den dahinter liegenden Felswänden zu erkennen.

Erquy
Blick auf Erquy
Les Lacs Bleus
Les Lacs Bleus
Les Lacs Bleus

Wir wandern weiter auf dem Zöllnerpfad und genießen die wunderschöne Aussicht.

Erquy

Schon bald erreichen wir den nächsten kleineren See. Auch hier ist der rosa Sandstein sofort zu erkennen.

Les Lacs Bleus

Unterwegs auf dem Zöllnerpfad GR 34

Im weiteren Verlauf des Weges wird es immer wieder steinig und ich bin froh, feste Wanderschuhe zu tragen! Stechginster und Heidekraut bilden bunte Farbteppiche am Wegrand. Herrlich ist es hier!

Cap d'Erquy
Cap d'Erquy

Auf dem folgenden Bild ist, hoch oben auf der rechten Seite, eine Aussichtsplattform zu erkennen. Darauf möchte ich etwas später noch einmal zurück kommen.

Cap d'Erquy
Cap d’Erquy Rosa Sandsteinfelsen
Cap d'Erquy
Cap d'Erquy Rosa Sandsteinfelsen
Cap d'Erquy

Eine Lore am Wegrand weist uns auf den Abbau des rosa Sandsteins hin und kurz danach kommt der Four à Boulets ins Blickfeld. Der Kanonenofen sollte die Kanonenkugeln erhitzen, um feindliche Schiffe damit in Brand zu setzen. Der Aufstieg zum Kanonenofen wird zur Kletterpartie mit Aussicht. Ich bin froh, beide Hände frei zu haben und nicht absteigen zu müssen. Meine Höhenangst hätte mir da einiges abverlangt.

Cap d'Erquy
Cap d'Erquy
Four à Boulets Cap d'Erquy
Four à Boulets

Von hier oben bietet sich uns ein grandioser Ausblick. Tief unten in der Bucht entdecken wir den alten Rettungsboot Unterstand. Das Boot wurde über Schienen zu Wasser gelassen, wenn Schiffbrüchige in Not geraten waren.

Cap d'Erquy

Nach ein wenig Auf und Ab, erreichen wir erneut die Rue du Four À Boulets. Bevor wir weiter zum Pointe du Cap wandern, möchte ich ein Stück zurück entlang der schmalen Straße laufen. Mir geht der Aussichtspunkt, hoch über den Sandsteinfelsen, nicht aus dem Kopf. Und richtig, nach etwa 200 Metern zweigt ein breiter Weg, versperrt von einem Schlagbaum, nach rechts ab. Wir erreichen den schönsten Rastplatz, den man sich nur denken kann. Von dort führt ein kurzer steiler Weg zum Aussichtspunkt. Ist das schön hier! Ich bin froh, den Umweg genommen zu haben.

Cap d'Erquy
Cap d'Erquy
Cap d’Erquy-Rosa Sandsteinfelsen

Le Corps de Garde des Trois Pierres auf dem Cap d’Erquy

Nach einer kurzen Rast, wandern wir zum Ausgangspunkt unseres kleinen Abstechers zurück und erreichen Le Corps de Garde des Trois Pierres. Übersetzt heißt das soviel, wie “Wachhaus der drei Steine”. Das kleine Häuschen aus rosa Sandstein, wurde 1744 erbaut und gehörte zu einem, von Ludwig XVI erschaffenen Verteidigungssystem der bretonischen Küste. Früher standen hier außerdem ein Wachturm und ein Pulvermagazin.

Mittlerweile hat es sich ein wenig zugezogen, in der Bretagne keine Seltenheit. Das Wetter wechselt hier oft mehrmals am Tag. Wir streben jetzt dem westlichsten Punkt des Caps zu, dem Pointe du Cap.

Cap d'Erquy

Auf dem Zöllnerpfad GR 34 entlang der Strände des Cap d’Erquy

Auf dem steinigen Zöllnerpfad durchqueren wir nun eine große Heidefläche Richtung Norden und erreichen die Küste mit ihren wunderbaren Sandstränden. Der Plage de Lourtuais schmiegt sich sichel förmig an die Klippen und wir genießen die Tiefblicke. Es geht stetig auf und ab, manchmal über Stufen, dann wieder über Geröll. Ein wenig Trittsicherheit ist hier schon erforderlich.

Cap d'Erquy

Oberhalb des Plage du Portuais, beschließen wir den Weg ein wenig abzukürzen und biegen bei Le Portuais vom Zöllnerpfad nach rechts ab. Den Plage du Guen, meinen absoluten Lieblingsstrand, möchte ich dir gern in einem extra Beitrag vorstellen. Ein schmaler Pfad führt uns durch mannshohen, dichten Farn, wieder zum Hauptweg und damit zum Ausgangsparkplatz zurück.

Cap d'Erquy
Plage du Portuais
Plage du Portuais

Ich hoffe, dir hat unsere Wanderung auf dem Zöllnerpfad GR 34, hoch oben auf dem Cap d’Erquy, gefallen. Sie war für mich das schönste Erlebnis meiner Reise nach Sables d’Or Les Pins.

Zur Info:

Tourismusbüro

Grand Site de France

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