Homberg (Efze)-Altstadtspaziergang im Fachwerkjuwel

Ein Umweg, der sich lohnt

Kennst du das kleine Städtchen Homberg an der Efze im schönen Hessenländle? Nein? Kannte ich auch nicht.

Auf dem Rückweg von Fritzlar nach Frankenau, wo wir uns für eine Woche im Ferienpark eingemietet haben, bleibt noch etwas Zeit bis zum Abend. Wir haben eine ausgedehnte Stadtbesichtigung in Fritzlar, eine der schönsten historischen Städte in Deutschland, hinter uns. Ein bißchen was geht noch, und ich suche fieberhaft auf dem Handy nach einem lohnenden Ziel an der Strecke zurück ins Ferienhaus. Frau Google verrät mir, dass ein Umweg von 14 Kilometern, zum Städtchen Homberg führt. Die Fotos sehen vielversprechend aus. Also runter von der Bundesstraße und auf nach Homberg (Efze).

Das kleine Städtchen Homberg

Die Kleinstadt Homberg an der Efze blickt auf eine bewegte Vergangenheit, die bis ins Jahr 1231 zurückreicht. Ihre Lage am Hang eines Basaltkegels verleiht ihr einen besonderen Charme. Ganz oben thront die Ruine der Hohenburg. Der Landgraf Phillip der Großmütige berief hier 1526 die Homberger Synode ein, auf der die Reformation in Hessen beschlossen wurde. Wer mag kann sich in die bewegte Geschichte der Reformationsstadt Homberg einlesen. Das Tourismusbüro am Marktplatz hält umfangreiches Infomaterial nebst Stadtplan bereit.

Wir parken das Auto ganz in der Nähe der Altstadt und orientieren uns an der Kirche. Ein Brunnen mit einer schönen Plastik empfängt uns nach wenigen Metern. Wie ich später nachlese, stammt das Kunstwerk mit dem Titel “Die Besenfrau” von Ewald Rumpf. Wir werden noch weitere seiner Werke in Homberg bestaunen dürfen…

Homberg (Efze)
“Die Besenfrau” des Künstlers Ewald Rumpf

Wir biegen in die kleine Straße ein, die zur Kirche führt. Die ersten schmucken Fachwerkhäuser weisen uns den Weg.

Homberg (Efze)

Der historische Marktplatz

Und dann können wir nur noch staunen! Bin ich froh, dass wir den Abstecher hierher gemacht haben. Ich weiß gar nicht, was ich zuerst fotografieren soll. Solch eine Idylle kenne ich von Bernkastel-Kues und ich kann mich kaum einkriegen, vor lauter “Schau mal hier” und “Kuck mal da”.

Homberg (Efze)
Homberg (Efze)

Hier treffen wir auf das zweite Kunstwerk des Bildhauers Ewald Rumpf. Es stellt die Figuren des Märchens “Brüderchen und Schwesterchen” der Gebrüder Grimm dar. Wir sind hier auf der “Deutschen Märchenstraße” unterwegs.

Homberg (Efze)
Stürzende Linien beim Fotografieren sind hier am Hang ein echtes Problem
Homberg (Efze)
Homberg (Efze) – Marktplatz
Homberg (Efze)
Homberg (Efze)
Homberg (Efze)
Homberg (Efze), Marktplatz

Wir begegnen dem dritten Werk des Künstlers Ewald Rumpf. Es zeigt Landgraf Phillip den Großmütigen. Wir erinnern uns an die Einführung der Reformation in Hessen.

Homberg (Efze)
Homberg (Efze)
Homberg (Efze)
Homberg (Efze), Marktplatz
Homberg (Efze)

Eine “Schnuddelbank”, den Ausdruck kenne ich aus Waldeck. Dort findet man auf dem Panoramarundweg ebenfalls eine “Schnuddelbank”

Auf einem Plakat in einem Schaufenster wird die besonders schöne Lage des Städtchens verdeutlicht.

Ich kann mich vom Anblick des historischen Marktplatzes kaum losreißen. Nur ein Foto noch!

Homberg (Efze)

Rund um das Rathaus

Wir gehen ein Stück der Straße nach, die bergan führt. Dann biegen wir links ab und gelangen zum Rathaus.

Homberg (Efze)
Homberg (Efze)-Rathaus

Ein raffiniert gestalteter Brunnen bringt etwas Erfrischung. Es ist ordentlich warm und wir sind seit früh morgens unterwegs. In der unmittelbaren Nachbarschaft des Rathauses befindet sich das Heimatmuseum. Leider ist es zurzeit geschlossen, Corona. Na gut, dann wenigstens ein Foto von der Tür.

Homberg (Efze), Heimatmuseum

Auch hier in der “zweiten Reihe” gibt es viel sehenswertes Fachwerk zu bestaunen.

Homberg (Efze), Fachwerk
Homberg (Efze)
Homberg (Efze)

Die Hochzeitsgasse

Gleich neben dem Heimatmuseum führt die Hochzeitsgasse steil bergan. Hier ist es wunderschön idyllisch. Stockrosen blühen an den Hauswänden und es gibt liebevolle Details zu entdecken.

Homberg (Efze)
Homberg (Efze)
Homberg (Efze)-Hochzeitsgasse

Wir gelangen zum Hochzeitspförtchen und durchqueren es.

Homberg (Efze)
Homberg (Efze)-Hochzeitspförtchen

Es führt uns durch die Stadtmauer und bringt uns auf den Weg hoch zur Burgruine.

Wir genießen die Kühle des mächtigen Bauwerks und beschließen, es für heute gut sein zu lassen. Wir sind schon ellenlang auf den Beinen und die Hitze fordert ihren Tribut. Gemächlich zockeln wir die Hochzeitsgasse zurück, tauchen noch einmal die Arme in den Rathausbrunnen und streben dem Parkplatz zu.

Homberg (Efze)
Homberg (Efze), Rathaus

Mit diesem Fachwerkidyll möchte ich meinen Spaziergang durch das mittelalterliche Reformationsstädtchen Homberg (Efze) beenden. So vielen Highlights auf engstem Raum sind wir hier begegnet. Ein Abstecher, der sich wirklich gelohnt hat!

Homberg (Efze)

Zur Vertiefung:

Das Heimatmuseum

Homberg (Efze)

Ewald Rumpf

Tourismusbüro Homberg

Hohenburg

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