Kopenhagen Sehenswürdigkeiten gibt es viele – von prachtvollen Schlössern und berühmten Wahrzeichen bis zu modernen Bauwerken und lebendigen Hafenvierteln. Doch die dänische Hauptstadt hat auch abseits der bekannten Highlights einiges zu bieten. Bei unseren beiden Besuchen haben uns besonders die vielen Wasserwege, die abwechslungsreiche Architektur und die entspannte Atmosphäre begeistert. In diesem Beitrag stelle ich dir die schönsten Sehenswürdigkeiten vor und verrate dir auch einige Geheimtipps für besondere Ausblicke und authentische Eindrücke von Kopenhagen.
📖 Inhalt
- Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen
- Nyhavn – das berühmte Hafenviertel
- Kopenhagen vom Wasser aus entdecken
- Schloss Amalienborg
- Die Marmorkirche
- Schloss Rosenborg und Kongens Have
- Botanischer Garten und Palmenhaus
- Schloss Christiansborg
- Die Kleine Meerjungfrau
- Kastellet und Gefionbrunnen
- Die Königliche Oper
- Der Runde Turm
- Der Vergnügungspark Tivoli
- Kopenhagen Geheimtipps: Besondere Orte abseits der Touristenwege
- Die schönsten Aussichtspunkte in Kopenhagen
- Sehenswerte Stadtviertel in Kopenhagen
- Praktische Tipps für deine Besichtigung
- Fazit: Kopenhagen hat mehr zu bieten als seine berühmten Wahrzeichen
Die schönsten Kopenhagen Sehenswürdigkeiten und Geheimtipps
Kopenhagen lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden. Viele der bekanntesten Sehenswürdigkeiten liegen in der historischen Innenstadt, andere erreichst du bequem mit dem Fahrrad, der Metro oder einem der Hafenbusse. Besonders schön finde ich, dass sich in der Stadt historische Bauwerke, moderne Architektur, grüne Rückzugsorte und das Leben am Wasser immer wieder abwechseln.
Wir haben bei unseren beiden Besuchen vor allem die Innenstadt erkundet. Eine Bootsfahrt durch die Kanäle war für uns eine besonders schöne Möglichkeit, Kopenhagen aus einer anderen Perspektive kennenzulernen. Einige Orte haben wir dabei vom Wasser aus gesehen, andere anschließend zu Fuß besucht. Wenn du mehr Zeit mitbringst, lohnt es sich aber unbedingt, auch die etwas weniger bekannten Viertel und Plätze einzuplanen.
Nyhavn – das berühmte Postkartenmotiv von Kopenhagen

Nyhavn gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Kopenhagens und ist für viele Besucher der erste Anlaufpunkt. Die bunten Giebelhäuser, historischen Segelschiffe und kleinen Boote im Kanal sind tatsächlich ein wunderschönes Fotomotiv. Entlang der Uferpromenade reihen sich Restaurants, Cafés und Bars aneinander.
Der ehemalige Handelshafen wurde im 17. Jahrhundert angelegt. Heute ist Nyhavn ein beliebter Treffpunkt, an dem sich das Leben draußen abspielt. Bei schönem Wetter sitzen die Gäste vor den Lokalen, während Ausflugsboote durch den Kanal fahren.
Wir haben Nyhavn bei unserem zweiten Besuch zu Fuß erkundet. Natürlich ist hier einiges los, aber gerade die farbenfrohen Häuser und die besondere Hafenatmosphäre machen den Ort sehenswert. Mein Tipp: Laufe nicht nur die bekannte Seite entlang, sondern wechsle auch einmal die Uferseite. Von dort hast du einen schönen Blick auf die Häuserzeile.
Kopenhagen vom Wasser aus entdecken – eine Kanalrundfahrt
Eine Kanalrundfahrt gehört für mich unbedingt zu einem ersten Besuch in Kopenhagen. Die Stadt ist von Wasserwegen durchzogen, und viele wichtige Bauwerke lassen sich vom Boot aus besonders gut betrachten.
Wir haben unsere Fahrt mit Canal Tours Copenhagen ab Gammel Strand unternommen. Unterwegs kamen wir unter anderem am Schloss Christiansborg, an der Königlichen Oper, an Amalienborg und an der Kleinen Meerjungfrau vorbei. Auch die alte Börse mit ihrem markanten Turm war vom Wasser aus zu sehen.
Besonders schön fand ich den Perspektivwechsel: Vom Boot aus wirkt die Stadt noch einmal ganz anders. Man fährt an historischen Fassaden vorbei, gleitet unter Brücken hindurch und bekommt gleichzeitig einen guten Überblick über die Lage der wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Die Fahrt war für uns außerdem eine angenehme Pause vom vielen Laufen.
Wenn du Kopenhagen zum ersten Mal besuchst, würde ich eine solche Rundfahrt gleich zu Beginn einplanen. So bekommst du einen guten Eindruck von der Stadt und kannst anschließend entscheiden, welche Orte du dir noch genauer ansehen möchtest.
Schloss Amalienborg – die Residenz der dänischen Königsfamilie
Schloss Amalienborg ist die Stadtresidenz der dänischen Königsfamilie und gehört zu den bedeutendsten königlichen Bauwerken Kopenhagens. Die vier nahezu identischen Rokoko-Palais gruppieren sich um einen achteckigen Platz. In dessen Mitte steht das Reiterstandbild von König Frederik V.
Besonders interessant ist der tägliche Wachwechsel der königlichen Leibgarde. Gegen Mittag marschieren die Gardisten durch die Stadt zum Schloss. Wenn die Königsfamilie anwesend ist, findet die größere Zeremonie mit Musik statt.
Auch wenn du das Schloss nicht von innen besichtigst, lohnt sich ein Abstecher zum Platz. Von dort hast du außerdem einen schönen Blick auf die nahegelegene Marmorkirche, deren große Kuppel das Stadtbild prägt.
Die Marmorkirche – eine der schönsten Kirchen der Stadt
Nur wenige Schritte von Amalienborg entfernt steht die Frederikskirche, die meist Marmorkirche genannt wird. Ihre mächtige Kuppel ist schon von weitem zu sehen und bildet einen schönen Blickfang am Ende der Achse zwischen Kirche und Schloss.
Der Bau der Kirche begann bereits im 18. Jahrhundert, wurde aber erst viel später fertiggestellt. Im Inneren beeindrucken vor allem die runde Architektur und die große Kuppel. Wenn du Zeit hast, solltest du auch einen Blick hineinwerfen. Je nach Öffnungszeiten und Bedingungen ist zudem ein Aufstieg zur Kuppel möglich.
Schloss Rosenborg und Kongens Have – königliche Geschichte mitten im Grünen
Das Schloss Rosenborg zählt zu den schönsten historischen Bauwerken Kopenhagens. Der Renaissancebau liegt mitten im Kongens Have, dem Königsgarten, und wirkt mit seinen Türmchen, roten Backsteinfassaden und grünen Kupferdächern fast wie aus einem Märchen.
Errichtet wurde das Schloss Anfang des 17. Jahrhunderts unter König Christian IV. Heute kannst du die prunkvollen Innenräume besichtigen. Besonders bekannt sind die königlichen Kronjuwelen, die im Schloss aufbewahrt werden.
Wir haben Rosenborg bei unserem ersten Besuch besichtigt und uns anschließend auch Zeit für den Garten genommen. Der Kongens Have ist eine schöne grüne Oase mitten in der Stadt. Hier treffen sich Einheimische zum Spazierengehen, Lesen oder für eine kleine Pause auf einer Parkbank. Gerade nach einem Rundgang durch die Innenstadt ist das ein angenehmer Ort zum Durchatmen.
Der Botanische Garten – eine grüne Oase mit historischem Palmenhaus
Direkt in der Nähe von Schloss Rosenborg liegt der Botanische Garten der Universität Kopenhagen. Er ist nicht nur für Pflanzenfreunde einen Besuch wert, sondern auch eine schöne Möglichkeit, dem Trubel der Innenstadt für eine Weile zu entkommen.
Besonders sehenswert ist das historische Palmenhaus aus dem 19. Jahrhundert. Unter der großen Glaskuppel wachsen tropische Pflanzen, und eine schmale Wendeltreppe führt zu einem Rundgang oberhalb der Gewächse. Daneben gibt es weitere Gewächshäuser und weitläufige Außenanlagen mit unterschiedlichen Pflanzensammlungen.
Wir haben den Botanischen Garten ebenfalls bei unserem ersten Kopenhagen-Besuch besucht. Mir hat besonders gefallen, dass man hier mitten in der Stadt eine ganz andere Atmosphäre findet. Wenn du dich für Pflanzen interessierst, solltest du dafür etwas Zeit einplanen.
Christiansborg – Schloss, Parlament und Aussichtsturm

Auf der kleinen Insel Slotsholmen befindet sich Schloss Christiansborg. Das imposante Gebäude ist Sitz des dänischen Parlaments und beherbergt außerdem Teile der königlichen Repräsentationsräume sowie das Oberste Gericht.
Du kannst verschiedene Bereiche besichtigen, darunter die königlichen Empfangsräume, die Schlosskirche und die historischen Ruinen unter dem heutigen Schloss. Besonders interessant ist auch der Turm. Mit 106 Metern ist er der höchste Aussichtspunkt der Stadt und bietet einen weiten Blick über die Dächer Kopenhagens. Der Zugang zum Turm ist kostenlos, kann aber mit Wartezeiten verbunden sein.
Wir haben Christiansborg während unserer Kanalrundfahrt vom Wasser aus gesehen. Wenn du die Stadt intensiver erkunden möchtest, lohnt sich ein Besuch von innen und vor allem der Aufstieg auf den Turm.
Die Kleine Meerjungfrau – Kopenhagens berühmtestes Wahrzeichen

Die Kleine Meerjungfrau sitzt auf einem Felsen am Hafen und ist wohl das bekannteste Wahrzeichen Kopenhagens. Die Bronzefigur wurde 1913 nach dem Märchen von Hans Christian Andersen geschaffen und ist heute ein beliebtes Ziel für Besucher aus aller Welt.
Die Statue ist kleiner, als viele beim ersten Besuch erwarten. Trotzdem gehört sie für die meisten Reisenden einfach dazu. Wir haben sie während unserer Kanalrundfahrt vom Wasser aus gesehen. Gerade aus dieser Perspektive lässt sich die Figur gut fotografieren, ohne sich durch die Besuchermengen am Ufer zu schieben.
Wenn du zu Fuß unterwegs bist, kannst du den Besuch gut mit einem Spaziergang durch die Festungsanlage Kastellet und zur Gefion-Quelle verbinden.
Kastellet und Gefion-Quelle – ein schöner Spaziergang abseits der Innenstadt
Die sternförmige Festungsanlage Kastellet liegt nur wenige Gehminuten von der Kleinen Meerjungfrau entfernt. Sie zählt zu den am besten erhaltenen Festungsanlagen Nordeuropas und ist bis heute ein militärisch genutztes Gelände. Große Teile der Anlage sind jedoch öffentlich zugänglich.
Du kannst über die grünen Wälle spazieren, die alten Gebäude betrachten und die historische Windmühle entdecken. Besonders schön ist die ruhige Atmosphäre, die einen deutlichen Kontrast zum geschäftigen Stadtzentrum bildet.
Am Eingang zur Festung liegt die Gefion-Quelle. Der imposante Brunnen zeigt die nordische Göttin Gefion mit ihren Ochsen und gehört zu den eindrucksvollsten Brunnenanlagen der Stadt. Zusammen mit Kastellet und der Kleinen Meerjungfrau ergibt sich daraus ein schöner Rundgang.
Die Königliche Oper – moderne Architektur am Hafen

Die Königliche Oper liegt direkt am Wasser auf der Insel Holmen und bildet einen spannenden Kontrast zu den historischen Schlössern der Stadt. Das moderne Gebäude wurde 2005 eröffnet und fällt vor allem durch sein weit auskragendes Dach auf.
Schon vom gegenüberliegenden Ufer ist die Oper ein beeindruckender Anblick. Während unserer Kanalrundfahrt konnten wir das Gebäude vom Wasser aus betrachten. Gerade dort wird deutlich, wie eng Kopenhagen mit dem Hafen verbunden ist und wie selbstverständlich moderne Architektur in das Stadtbild integriert wurde.
Wenn du dich für Architektur interessierst, lohnt sich auch ein Abstecher auf die andere Seite des Hafens. Von dort hast du einen besonders schönen Blick zurück auf die Innenstadt.
Der Runde Turm – Aussicht über die Dächer der Altstadt
Der Runde Turm, auf Dänisch Rundetårn, ist eines der ungewöhnlichsten historischen Bauwerke Kopenhagens. Er wurde im 17. Jahrhundert unter Christian IV. errichtet und diente ursprünglich als astronomische Sternwarte.
Statt einer normalen Treppe führt eine spiralförmige Rampe nach oben. Früher konnten sogar Pferde und Wagen bis zur Sternwarte hinauffahren. Heute ist der Turm eine beliebte Sehenswürdigkeit und ein schöner Aussichtspunkt. Von oben blickst du über die Dächer der Altstadt und kannst bei gutem Wetter weit über die Stadt hinaus sehen.
Auch wenn du keine große Lust auf Museen hast, ist der Aufstieg ein schönes Erlebnis. Die ungewöhnliche Bauweise macht den Rundgang bereits auf dem Weg nach oben interessant.
Tivoli – der historische Vergnügungspark mitten in Kopenhagen
Der Tivoli ist weit mehr als ein gewöhnlicher Freizeitpark. Er wurde 1843 eröffnet und zählt zu den ältesten Vergnügungsparks der Welt. Mitten im Stadtzentrum erwarten dich Fahrgeschäfte, kleine Gärten, Restaurants, Bühnen und liebevoll gestaltete Gebäude.
Besonders am Abend, wenn die Lichter angehen, entfaltet der Park seinen besonderen Charme. Je nach Jahreszeit gibt es unterschiedliche Dekorationen und Veranstaltungen, beispielsweise zur Sommerzeit, zu Halloween oder in der Weihnachtszeit.
Auch wenn du keine Achterbahn fahren möchtest, kann sich ein Besuch lohnen. Der Tivoli ist ein Stück Kopenhagener Geschichte und gehört für viele Besucher zu den Höhepunkten der Stadt.
Kopenhagen Geheimtipps: besondere Orte abseits der bekannten Highlights
Die bekannten Sehenswürdigkeiten sind ein guter Einstieg. Wenn du aber etwas mehr Zeit hast, solltest du auch die weniger touristischen Seiten der Stadt kennenlernen. Gerade in den verschiedenen Stadtvierteln, an den Kanälen und auf den ehemaligen Industrieflächen gibt es einiges zu entdecken.
Christianshavn – Kanäle, Hausboote und maritime Atmosphäre
Christianshavn liegt auf einer Insel östlich der Innenstadt und ist für seine Kanäle, kleinen Brücken und historischen Häuser bekannt. Das Viertel erinnert ein wenig an Amsterdam und hat eine ganz eigene maritime Atmosphäre. Entlang der Wasserwege liegen Hausboote und Segelboote, dazwischen gibt es kleine Cafés und Restaurants.
Ein besonders schöner Spaziergang führt entlang des Christianshavns Kanal. Hier kannst du das Leben am Wasser beobachten und findest immer wieder schöne Fotomotive.
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Vor Frelsers Kirke, die Erlöserkirche. Ihr Turm besitzt eine außen verlaufende Wendeltreppe, die sich bis zur Spitze hinaufwindet. Der Aufstieg ist nichts für Menschen mit Höhenangst, belohnt dich aber mit einem außergewöhnlichen Blick über Kopenhagen.
Christiania – die alternative Freistadt

Ebenfalls in Christianshavn liegt Christiania, die alternative Freistadt Kopenhagens. Das ehemalige Kasernengelände wurde Anfang der 1970er-Jahre von einer alternativen Gemeinschaft besetzt und entwickelte sich zu einem besonderen Stadtviertel mit eigenen Regeln und einer bewegten Geschichte.
Hier findest du bunte Häuser, Wandmalereien, kleine Werkstätten, Cafés und ungewöhnliche Kunst. Christiania unterscheidet sich deutlich vom übrigen Kopenhagen und ist gerade deshalb interessant.
Bei einem Besuch solltest du die Regeln vor Ort respektieren. Insbesondere das Fotografieren ist in bestimmten Bereichen nicht erwünscht. Am besten lässt du die Kamera dort in der Tasche und nimmst dir Zeit, die besondere Atmosphäre auf dich wirken zu lassen.
Refshaleøen – ehemaliges Hafengelände mit kreativem Flair
Wer Kopenhagen einmal von einer anderen Seite kennenlernen möchte, sollte nach Refshaleøen fahren. Die ehemalige Industrieinsel war früher ein bedeutender Standort des Schiffbaus. Heute haben sich hier kreative Unternehmen, Kunst- und Kulturorte sowie verschiedene gastronomische Angebote angesiedelt.
Besonders bekannt ist Reffen, ein großer Street-Food-Markt mit internationalen Essensständen und Sitzplätzen direkt am Wasser. In den Sommermonaten ist hier einiges los. Du kannst dich durch unterschiedliche Küchen probieren und dabei den Blick auf den Hafen genießen.
Auch das Kunstzentrum Copenhagen Contemporary befindet sich auf Refshaleøen. Es zeigt internationale Gegenwartskunst in einer ehemaligen Industriehalle. Das Viertel ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich alte Hafengebiete in moderne, lebendige Stadtteile verwandeln können.
CopenHill – eine ungewöhnliche Aussicht über Kopenhagen
Ein wirklich ungewöhnlicher Ort ist CopenHill auf Refshaleøen. Auf dem Dach einer Müllverbrennungsanlage befindet sich eine künstliche Skipiste mit Wanderwegen und einer Kletterwand. Das klingt zunächst ungewöhnlich, ist aber ein spannendes Beispiel für moderne Stadtplanung.
Wer nicht Ski fahren möchte, kann das Dach auch als Aussichtspunkt nutzen. Von hier oben bietet sich ein weiter Blick über Kopenhagen und den Hafen. Gerade Architektur- und Fotografieinteressierte dürften an diesem Ort ihre Freude haben.
CopenHill ist einer der besonderen Aussichtspunkte der Stadt und zeigt, dass Kopenhagen auch abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten überraschende Erlebnisse bereithält.
Superkilen – ein ungewöhnlicher Park in Nørrebro

m Stadtteil Nørrebro liegt der Park Superkilen. Er ist kein gewöhnlicher Stadtpark, sondern ein ungewöhnliches Kunst- und Landschaftsprojekt. Die Anlage besteht aus drei unterschiedlich gestalteten Bereichen: dem Roten Platz, dem Schwarzen Platz und dem Grünen Park.
Besonders auffällig sind die farbigen Flächen, geschwungenen Linien und verschiedenen Objekte aus aller Welt. Sie greifen die kulturelle Vielfalt des Viertels auf und machen Superkilen zu einem interessanten Ort für einen Spaziergang und ungewöhnliche Fotos.
Wenn du Kopenhagen nicht nur von seiner historischen Seite kennenlernen möchtest, ist Nørrebro mit seinen kleinen Geschäften, Cafés und multikulturellen Einflüssen eine schöne Ergänzung zum klassischen Innenstadtprogramm.
Assistens Kirkegård – ein Friedhof als grüne Ruheoase
Ebenfalls in Nørrebro befindet sich der Assistens Kirkegård. Der historische Friedhof ist gleichzeitig eine große Grünanlage, in der Einheimische spazieren gehen, lesen oder einfach eine Pause im Grünen machen.
Hier liegt unter anderem der dänische Märchendichter Hans Christian Andersen begraben. Auch der Philosoph Søren Kierkegaard hat hier seine letzte Ruhestätte gefunden.
Der Friedhof ist ein ungewöhnlicher, aber sehr schöner Ort, um eine ruhigere Seite Kopenhagens kennenzulernen. Wenn du ohnehin in Nørrebro unterwegs bist, lohnt sich ein Abstecher.
Cisternerne – Kunst unter der Erde
Ein Geheimtipp für Kunst- und Architekturinteressierte sind die Cisternerne im Park Søndermarken in Frederiksberg. Unter der Erde befindet sich ein ehemaliger Wasserspeicher, der heute als außergewöhnlicher Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst genutzt wird.
Die unterirdischen Räume sind dunkel, kühl und von einer ganz besonderen Atmosphäre geprägt. Je nach Ausstellung werden Licht, Wasser und die ungewöhnliche Architektur in die Kunstwerke einbezogen. Das ist ein Erlebnis, das sich deutlich von einem klassischen Museumsbesuch unterscheidet.
Die Cisternerne sind allerdings nicht das ganze Jahr über in gleicher Weise zugänglich. Informiere dich deshalb vor deinem Besuch über die aktuelle Ausstellung und die Öffnungszeiten.
Versteckte Gärten und kleine grüne Oasen

Kopenhagen hat nicht nur große Parks, sondern auch einige kleine, versteckte Gärten, die man beim ersten Besuch leicht übersieht.
Ein schönes Beispiel ist der Garten der Königlichen Bibliothek hinter Schloss Christiansborg. Die kleine grüne Anlage liegt etwas versteckt zwischen den Gebäuden und ist ein angenehmer Ort für eine kurze Pause.
Weitere ruhige Plätze sind der Park Grønnegård hinter dem Designmuseum Danmark, der Skydebanehaven in Vesterbro und der Classens Have in Østerbro. Gerade solche kleinen Grünanlagen zeigen, wie viel Wert in Kopenhagen auf öffentliche Freiräume gelegt wird.
Die schönsten Aussichtspunkte in Kopenhagen
Kopenhagen ist keine Stadt mit einer besonders hohen Skyline. Trotzdem gibt es einige Aussichtspunkte, von denen du die Dächer, Türme und Wasserwege aus einer ganz neuen Perspektive betrachten kannst.
- Christiansborg-Turm: Der höchste Turm der Stadt bietet einen weiten Blick über die Dächer Kopenhagens. Der Eintritt ist kostenlos.
- Runder Turm: Hier erwartet dich ein schöner Rundblick über die historische Altstadt. Schon der ungewöhnliche Aufstieg über die spiralförmige Rampe ist sehenswert.
- Vor Frelsers Kirke: Die außen verlaufende Wendeltreppe ist ein besonderes Erlebnis. Von oben reicht der Blick über Christianshavn und den Hafen.
- CopenHill: Der Aussichtspunkt auf dem Dach der Müllverbrennungsanlage ist besonders interessant, wenn du moderne Architektur magst.
- Marmorkirche: Bei geöffnetem Kuppelaufstieg kannst du Kopenhagen aus einer ungewöhnlichen Perspektive sehen.
- Maersk Tower: Der markante Turm der Universität Kopenhagen ist ebenfalls ein interessanter Aussichtspunkt. Informiere dich vorab, ob und wann die Aussichtsplattform zugänglich ist.
Wenn du gern fotografierst, lohnt es sich, einen Aussichtspunkt am späten Nachmittag oder frühen Abend einzuplanen. Dann ist das Licht oft besonders schön.
Kopenhagen authentisch erleben: Diese Stadtviertel lohnen sich

Wer nicht nur die bekannten Sehenswürdigkeiten besuchen möchte, sollte sich Zeit für die unterschiedlichen Stadtviertel nehmen. Jedes hat seinen eigenen Charakter.
- Nørrebro: Multikulturell, lebendig und kreativ. Hier findest du kleine Läden, Cafés, Bäckereien und interessante Straßenkunst.
- Vesterbro: Das ehemalige Arbeiterviertel hat sich zu einem angesagten Stadtteil mit Restaurants, Bars und individuellen Geschäften entwickelt. Besonders das frühere Fleischerviertel Kødbyen ist sehenswert.
- Christianshavn: Hier geht es maritimer zu. Kleine Kanäle, Hausboote und historische Häuser prägen das Viertel.
- Frederiksberg: Etwas eleganter und ruhiger geht es in Frederiksberg zu. Der große Schlosspark ist ein schöner Ort für einen Spaziergang.
- Refshaleøen: Das ehemalige Industriegebiet steht für kreative Projekte, Street Food und moderne Stadtentwicklung.
Gerade wenn du schon die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Zentrum gesehen hast, kannst du in diesen Vierteln noch einmal ganz andere Eindrücke sammeln.
Meine Tipps für die Besichtigung der Kopenhagen Sehenswürdigkeiten
Kopenhagen ist eine Stadt, die man gut zu Fuß erkunden kann. Trotzdem solltest du die Entfernungen nicht unterschätzen, vor allem wenn du mehrere Sehenswürdigkeiten an einem Tag besuchen möchtest.
- Plane die Sehenswürdigkeiten nach Stadtvierteln: Amalienborg, Marmorkirche und Nyhavn lassen sich beispielsweise gut miteinander verbinden. Auch die Kleine Meerjungfrau, Kastellet und die Gefion-Quelle passen zu einem gemeinsamen Spaziergang.
- Nutze eine Kanalrundfahrt: Gerade bei einem ersten Besuch bekommst du so einen guten Überblick über die Stadt und kannst viele Sehenswürdigkeiten vom Wasser aus sehen.
- Nimm dir Zeit für die weniger bekannten Orte: Ein Spaziergang durch Christianshavn oder Nørrebro kann genauso interessant sein wie die großen Highlights.
- Informiere dich vorab über Öffnungszeiten: Für Schlösser, Museen, Aussichtstürme und besondere Ausstellungen gelten unterschiedliche Öffnungszeiten. Manche Attraktionen haben saisonale Einschränkungen.
- Besuche beliebte Aussichtspunkte möglichst früh: So kannst du lange Warteschlangen eher vermeiden.
Fazit: Kopenhagen hat weit mehr zu bieten als Nyhavn und die Kleine Meerjungfrau
Kopenhagen ist eine Stadt, in der sich bekannte Sehenswürdigkeiten und weniger touristische Ecken wunderbar miteinander verbinden lassen. Natürlich gehören Nyhavn, Schloss Rosenborg, Amalienborg und die Kleine Meerjungfrau zu einem ersten Besuch dazu. Doch gerade die Kanäle, die grünen Rückzugsorte und die unterschiedlichen Stadtviertel machen den besonderen Reiz der dänischen Hauptstadt aus.
Uns hat vor allem die entspannte Atmosphäre gefallen. Obwohl wir bei unseren beiden Besuchen hauptsächlich im Zentrum unterwegs waren, hatten wir nie das Gefühl, von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten hetzen zu müssen. Die Bootsfahrt durch die Kanäle war für uns ein besonderes Erlebnis, und auch der Besuch von Rosenborg und dem Botanischen Garten hat uns gut gefallen.
Wenn du mehr als zwei Tage Zeit hast, würde ich unbedingt auch Christianshavn, Nørrebro oder Refshaleøen einplanen. So lernst du neben den bekannten Postkartenmotiven noch andere Seiten der Stadt kennen.






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