Südafrika Roadtrip planen – manchmal entstehen die schönsten Reisen ganz spontan.
Bei uns war es ein Post eines befreundeten französischen Reiseblogger-Paares, das gerade aus Kapstadt und von der Kaphalbinsel berichtete. Die Bilder, die Weite, die Natur – ich war sofort hin und weg.
Als ich meinem Mann Dietmar davon erzählte, war auch er direkt begeistert. Südafrika stand schon lange auf seiner Wunschliste – nicht zuletzt wegen der vielen Tier- und Naturdokumentationen, die er gesehen hatte.
Uns war schnell klar: Diese Reise funktioniert nur als Roadtrip. Und wir planen alles selbst.
Zu diesem Zeitpunkt hatten wir allerdings noch keine Erfahrung mit längeren Roadtrips – und genau deshalb nehmen wir dich in diesem Beitrag mit durch unsere komplette Planung: unsere Route, unsere Entscheidungen und alles, was wir dabei gelernt haben.
📑 Inhaltsverzeichnis anzeigen
- Beste Reisezeit für unseren Südafrika Roadtrip
- Flug & Startpunkt unserer Reise
- Unsere Südafrika Route für 4 Wochen im Überblick
- Unsere Stopps – warum wir uns genau so entschieden haben
- Kapstadt – unsere längste und schwierigste Entscheidung
- Hermanus – Wale, Küste und Natur
- Struisbaai – mein Highlight mit den Rochen
- Wilderness – Natur und erste Safari-Momente
- Plettenberg Bay – ein Urlaub im Roadtrip
- Oudtshoorn – Abstecher ins Landesinnere
- Swellendam – Ruhe und Natur
- Betty’s Bay – Abschied am Meer
- Was wir beim Planen gelernt haben
- Mietwagen & praktische Entscheidungen
- Unsere Roadtrip-Packliste
- Kosten unseres Südafrika Roadtrips
- Fazit
🌍 Beste Reisezeit für unseren Südafrika Roadtrip
Die Wahl der Reisezeit war für uns einer der ersten und wichtigsten Schritte.
Wir haben uns ganz bewusst für den November entschieden:
- noch keine Hauptsaison
- weniger Trubel als ab Weihnachten
- angenehme Temperaturen im südafrikanischen Frühling
- stabile Wetterbedingungen in der Kapregion
Ein ganz persönlicher Grund war für mich außerdem die Walsaison: Bis Ende November stehen die Chancen gut, vor der Küste von Hermanus Wale zu sehen – ein absoluter Herzenswunsch.
✈️ Flug & Startpunkt unserer Reise
Gestartet wird ab Frankfurt – vor allem wegen der Direktflüge nach Kapstadt.
Ganz ehrlich: Der Gedanke, von diesem riesigen Flughafen zu fliegen, ist mir ein wenig mulmig. Bisher hatten wir damit noch keine Erfahrung.
Gebucht haben wir unsere Flüge letztlich nach Wochentagen und Preis – ganz pragmatisch und schon ein Jahr im Voraus
🧭 Südafrika Roadtrip planen: Unsere Route für 4 Wochen im Überblick

Relativ schnell wurde uns klar: Zwei Wochen sind für Kapstadt und die Garden Route einfach zu kurz. Auch drei Wochen fühlten sich schnell zu knapp an, wenn wir die Reise entspannt gestalten wollen.
Am Ende stehen jetzt 24 Übernachtungen und 8 Stopps auf unserer Route – mit klarem Fokus auf Natur, Tiere und Wanderungen.
Unsere Route im Überblick:
- Kapstadt – 5 Nächte
- Hermanus – 3 Nächte
- Struisbaai – 2 Nächte
- Wilderness – 2 Nächte
- Plettenberg Bay – 6 Nächte
- Oudtshoorn – 2 Nächte
- Swellendam – 2 Nächte
- Betty’s Bay – 2 Nächte
Die komplette Route stand tatsächlich schon nach zwei Tagen – und wir haben die Unterkünfte direkt im Anschluss gebucht.
🏡 Unsere Stopps – warum wir uns genau so entschieden haben
📍 Kapstadt – unsere längste und schwierigste Entscheidung

Ganze fünf Nächte haben wir für Kapstadt eingeplant – und trotzdem hatten wir das Gefühl, dass es kaum reicht. Die Liste an Highlights ist lang: die Kaphalbinsel, der Tafelberg, der botanische Garten von Kirstenbosch oder die Waterfront.
Die größte Herausforderung war für uns allerdings die Unterkunft.
Zuerst hatten wir Sea Point und Green Point im Blick – zentral und praktisch. Gleichzeitig hatten wir aber großen Respekt vor dem Linksverkehr mitten in der Stadt und dem täglichen Einfahren in Parkhäuser aus dem fließenden Verkehr heraus.
Auch Camps Bay stand zur Auswahl – traumhafter Strand, aber uns persönlich etwas zu trubelig.
Nach langer Suche und vielen Fragezeichen haben wir schließlich unser absolutes Highlight gefunden: ein privates Mountain Estate nahe Llandudno mit Blick auf Hout Bay. Ruhig, sicher, mit Gartenanlage – und trotzdem perfekt gelegen für unsere Ausflüge.
📍 Hermanus – Wale, Küste und ganz viel Natur

Hermanus war für uns von Anfang an gesetzt. Der Hauptgrund: die Wale. Zwischen Juni und November stehen die Chancen gut, diese beeindruckenden Tiere direkt von der Küste aus zu beobachten.
Wir haben drei Nächte eingeplant, um genug Zeit zu haben und uns keinen Druck zu machen.
Neben den Walen freuen wir uns besonders auf die Küstenlandschaft mit ihren Klippenwegen und die Lagune bei Kleinmond. Natur, Weite und draußen unterwegs sein – genau dafür steht dieser Stopp.
📍 Struisbaai – mein persönliches Highlight mit den Rochen
Struisbaai hat sich eher zufällig ergeben – und ist jetzt eines meiner größten Highlights.
Der Grund: die Rochen im kleinen Hafen, insbesondere „Parrie the Stingray“. Ich habe bisher noch nie Rochen in freier Natur gesehen – und allein die Vorstellung, diese Tiere aus nächster Nähe zu erleben, macht diesen Ort für mich unglaublich besonders.
Dazu kommen das De Monde Nature Reserve, Kap Agulhas und die raue Küstenlandschaft. *Unsere Unterkunft mit Blick auf den Indischen Ozean macht diesen Stopp perfekt.
📍 Wilderness – Natur pur und erste Safari-Momente

Wilderness steht für Natur pur. Zwei Nächte haben wir eingeplant, um die Landschaft zu genießen.
Die „Map of Africa“ und die Umgebung selbst stehen im Fokus – aber auch unser erstes Safari-Erlebnis – Botlierskop bei Mossel Bay. Tiere in freier Natur zu sehen, ist einer der Hauptgründe für diese Reise und dabei geht es uns nicht unbedingt um die Big5, sondern genauso um Vögel, Reptilien und Schmetterlinge.
📍 Plettenberg Bay – ein Urlaub im Roadtrip
Plettenberg Bay ist das Ergebnis einer wichtigen Entscheidung.
Wir haben lange überlegt, bis zum Addo Elephant Park zu fahren – uns aber bewusst dagegen entschieden, um die Reise nicht zu stressig zu machen.
Stattdessen bleiben wir sechs Nächte in Plettenberg Bay – und machen daraus einen kleinen Urlaub im Roadtrip.

Geplant sind:
- Knysna und die Lagune
- Tsitsikamma Nationalpark
- Wanderung auf Robberg mit Kaprobben
- Birds of Eden und Monkeyland
Und vor allem: Zeit, um einfach anzukommen.
📍 Oudtshoorn – ein Abstecher ins Landesinnere

Mit Oudtshoorn verlassen wir die Küste. Zwei Nächte sind für die Cango Caves, eine Erdmännchen-Tour und die Straußenfarmen eingeplant.
Auch die Fahrt über die Route 62 wird ein Highlight – landschaftlich noch einmal ganz anders. Die Karoo erleben und einen Zwischenstopp in Barrydale(Diesel & Cream) auf dem Weg nach Swellendam haben wir natürlich auch eingeplant.
📍 Swellendam – Ruhe, Natur und Optionen

Swellendam ist bewusst ruhiger gewählt. Nach vielen Eindrücken wollen wir hier etwas entschleunigen.
Geplant sind das De Hoop Nature Reserve und ein Abstecher nach Robertson. Außerdem ist dies unsere letzte Möglichkeit für einen Game Drive im Aquila Game Reserve oder ein Besuch des Bontebok Nationalparks. Wir haben in Swellendam ein uriges Gartenhaus gemietet, eines meiner Unterkunft Highlights.
📍 Betty’s Bay – Abschied am Meer

Zum Abschluss geht es zurück ans Meer. Betty’s Bay ist perfekt, um die Reise ruhig ausklingen zu lassen.
Noch einmal Pinguine, Botanischer Garten Harold Porter, Silver Dunes und der Fynbos – einzigartiges botanisches Juwel! Genau das, was wir uns für die letzten Tage wünschen, bevor es heimwärts geht ins kalte Deutschland.
💡 Südafrika Roadtrip planen: Unsere wichtigsten Learnings aus der Vorbereitung
Die Planung war deutlich aufwendiger als gedacht. Besonders die Unterkünfte entlang der Route haben viel Zeit gekostet.
Eine der wichtigsten Entscheidungen war, bewusst weniger Strecke zu machen und uns gegen zusätzliche Stopps zu entscheiden. Weniger Stress, mehr Erlebnis.
Auch das Thema Sicherheit spielt immer mit. Ein gewisses Gefühl bleibt – aber durch intensive Recherche, Austausch in einer großen Südafrika-Community und viele Notizen fühlen wir uns gut vorbereitet.
🚗 Mietwagen & praktische Entscheidungen
Wir haben uns bewusst gegen einen SUV entschieden – vor allem aus Kostengründen.
Auch ein Automatikgetriebe kam für uns nicht infrage, da wir bereits Erfahrung mit Linksverkehr in Cornwall gesammelt haben.
Wichtig ist für uns vor allem: Gepäck darf nie sichtbar im Auto liegen.
🎒 Unsere Roadtrip-Packliste (mit Fokus auf Natur)
Unser Schwerpunkt liegt ganz klar auf Natur und Tierbeobachtungen – und das spiegelt sich auch in unserer Packliste wider:

- Tagesrucksack
- feste Wanderschuhe
- Wanderstöcke
- Fernglas
- Erste-Hilfe-Set für den Rucksack
- Packwürfel für Ordnung im Gepäck
- kompakte Tier- und Pflanzenführer
- Reiseführer mit Karte
Gerade die Packwürfel sollen uns helfen, das Gepäck auf dem Roadtrip organisiert zu halten.
🎒 Ergänzung zur Packliste – unser Gepäckkonzept
Wir reisen bewusst mit einem großen Koffer, zwei Handgepäckstücken und zwei kleinen Taschen. Eines der Handgepäckstücke ist dabei bereits mein Fotorucksack – der natürlich immer mit ins Flugzeug kommt.
Den zweiten großen Koffer, der eigentlich im Flugpreis enthalten wäre, nutzen wir ganz bewusst nicht. Der Grund ist einfach: Das Gepäck muss im Mietwagen jederzeit komplett unsichtbar verstaut werden. Gerade auf einem Roadtrip durch Südafrika spielt das Thema Sicherheit eine wichtige Rolle – und sichtbares Gepäck im Auto möchten wir unbedingt vermeiden.
Die eigentliche Herausforderung besteht also darin, alles für zwei Personen in einem Koffer plus einem Trolley unterzubringen. Genau deshalb setzen wir auf Packwürfel, die uns helfen sollen, Ordnung zu halten und das Gepäck flexibel zu organisieren.
Ein großer Vorteil: Wir haben unsere Unterkünfte bewusst so ausgewählt, dass überall eine Waschmaschine vorhanden ist. So müssen wir deutlich weniger Kleidung einpacken und können unterwegs problemlos waschen.
📸 Tipp für Fotografen
Wenn du mit umfangreicher und hochwertiger Fotoausrüstung reist, kann es sinnvoll sein, eine sogenannte Nämlichkeitsbescheinigung vom Zoll mitzuführen – alternativ die entsprechenden Rechnungen.
Ich habe mir dafür vorsorglich, wie schon bei unserer Reise nach Cornwall (Nicht-EU), einen Schnellhefter mit allen Belegen für Kamera und Objektive angelegt. So kannst du bei der Ein- und Ausreise jederzeit nachweisen, dass die Ausrüstung bereits dir gehört – und gehst auf Nummer sicher.
💰 Kosten für unseren Südafrika Roadtrip
Auch die Kostenplanung war ein wichtiger Teil der Vorbereitung.
Für zwei Personen ergibt sich aktuell:
- Flüge: 1.800 € mit Platzreservierungen
- Mietwagen (24 Tage, Rundum-Sorglos-Paket): 620 €
- Unterkünfte (24 Nächte): 1.762 €
Gesamtkosten: etwa 5.000 bis 5.500 €, inklusive Verpflegung, Benzin und Eintritten.
❤️ Fazit – Planung, Vorfreude und ein kleines Kribbeln

Auch wenn noch ein kleines Gefühl von Unsicherheit bleibt – vor allem beim Thema Sicherheit – überwiegt ganz klar die Vorfreude.
Wir haben viel recherchiert, verglichen, gezweifelt und geplant. Und trotzdem fühlt sich jetzt alles genau richtig an.
Keine unserer Entscheidungen bereuen wir bisher.
Und vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis aus der Planung unseres ersten großen Roadtrips:
Es muss nicht perfekt sein – aber es muss sich richtig anfühlen.
📍 Meine Tipps für deine Reiseplanung
Für meine Reisen plane ich gerne individuell und mit viel Vorfreude. Über die Jahre haben sich einige Plattformen bewährt, die mir eine flexible, übersichtliche und entspannte Reiseplanung ermöglichen – von der Buchung bis zur fertigen Route. Hier findest du meine persönlichen Empfehlungen, die ich selbst nutze und guten Gewissens weiterempfehlen kann.
🏨 Unterkünfte: Booking.com | Expedia
✈️ Flüge: Kayak
🅿️ Parken am Flughafen: Parkos
🚗 Mietwagen: DiscoverCars | Sunnycars
🎟️ Aktivitäten & Ausflüge: Get your Guide | Go with Guide
🏛️ Citypässe: Turbopass
📚 Reiseliteratur: Thalia
🧳 Empfohlenes Reisezubehör: Mein Amazon Shop
🛡️ Reiseversicherungen: Travelsecure
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